Tagarchive:: 2015

Jul 03
Das 5. Jahr in Folge: Bestnote 1,0 für Liberté

Am 11. Juni 2015 wurde unser ambulanter Pflegedienst zum fünften mal vom medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) einer Regelprüfung (Qualitätsprüfung nach § 112 ff. SGB XI) unterzogen. Hierbei wird der Pflegedienst hinsichtlich der Pflegequalität, Pflegedokumentation, Organisation, Struktur sowie durch Kundenbefragung geprüft. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf: www.mdk-hessen.de.

Nicht ohne Stolz können wir mitteilen, dass Liberté diese Qualitätsprüfung abermals mit Bestnoten bestanden hat. Seit Gründung der Unternehmung haben wir jeder Prüfung mit Bestnote 1,0 bestanden! Der komplette Prüfbericht kann ab 17. Juli 2015 online bei z.B. der AOK Hessen eingesehen werden. Die AOK hat mit der Internetseite www.aok-gesundheitsnavigator.de ein Portal online geschaltet, auf dem Sie u.a. auch die Prüfergebnisse der ambulanten Pflegedienste ansehen und vergleichen können.

Die Zusammenfassung und grafische Aufbereitung haben wir für Sie hier eingefügt:

Der Link zum kompletten Transparenzbericht auf der Internetseite der AOK Hessen: Liberté Amb. Pflegedienst – MDK Prüfung am 11.06.2015

Nov 28
Pflegestärkungsgesetz (PSG) I

Der Bundesrat hat am 7. November 2014 das Pflegestärkungsgesetz gebilligt. Das Gesetz sieht deutliche Leistungsverbesserungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ab dem 1. Januar 2015 vor.

Wir haben für Sie die wichtigsten Änderungen zusammengefasst:

  • Das monatliche Pflegegeld steigt.

    Das Pflegegeld kann in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige oder Ehrenamtliche die Pflege
    übernehmen. Das Pflegegeld kann auch mit Pflegesachleistungen kombiniert werden.

  • Die Budgets für Pflegesachleistungen werden angehoben.

    Pflegesachleistungen können für die Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienstes eingesetzt werden. Pflegesachleistungen können auch mit dem Pflegegeld kombiniert werden.

  • Das Budget für Pflegehilfsmittel wird um 9 Euro auf monatlich 40 Euro erhöht.

    Grundsätzlich werden unter dem Begriff Pflegehilfsmittel Geräte und Sachmittel verstanden, die zur häuslichen Pflege notwendig sind, sie erleichtern und dazu beitragen, dem Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.

  • Budget und Dauer der Verhinderungspflege werden aufgestockt.

    Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege.
    Ab dem 1. Januar 2015 ist eine Ersatzpflege bis zu 6 Wochen pro Kalenderjahr möglich (bisher 4 Wochen). Außerdem kann bis zu 50% des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806 Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Verhinderungspflege kann dadurch auf max. 150% des bisherigenBetrages ausgeweitet werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbe trag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet.

    Bei einer Ersatzpflege durch nahe Angehörige wird die Verhinderungspflege auch ab 1. Januar 2015 auf bis zu 6 Wochen (bisher 4 Wochen) im Kalenderjahr ausgedehnt. Die Aufwendungen sind grundsätzlich auf den 1,5fachen Betrag des Pflegegeldes der festgestellten Pflegestufe beschränkt.

  • Budget für Kurzzeitpflege steigt auf 1.612,00 Euro jährlich (bisher 1.550,00 Euro)

    Viele Pflegebedürftige (im Sinne des Rechts der Pflegeversicherung) sind nur für eine begrenzte Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen, insbesondere zur Bewältigung von Krisensituationen bei der häuslichen Pflege oder übergangsweise im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Für sie gibt es die Kurzzeitpflege in entsprechenden stationären Einrichtungen.

    Ab dem 1. Januar 2015 wird gesetzlich klargestellt, dass der im Kalenderjahr bestehende, noch nicht verbrauchte Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege maximal verdoppelt werden; parallel kann auch die Zeit für die Inanspruchnahme von 4 auf bis zu 8 Wochen ausgeweitet werden. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege angerechnet.

  • Zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen

    Neue Wohnformen, unter anderem Senioren-Wohngemeinschaften sowie Pflege-Wohn-Gemeinschaften, bieten die Möglichkeit, zusammen mit Frauen und Männern in der selben Lebenssituation zu leben und Unterstützung zu erhalten – ohne auf Privatsphäre und Eigenständigkeit zu verzichten.
    Durch das Pflegestärkungsgesetz I wird die Inanspruchnahme der oben genannten Leistungen deutlich entbürokratisiert und vereinfacht. Monatlich werden Pflegebedürftige mit 205,00 Euro unterstützt.

  • Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

    Wenn ein Pflegebedürftiger oder jemand, der in seiner Alltagskompetenz dauerhaft erheblich eingeschränkt ist, zu Hause gepflegt und betreut wird, kann es hilfreich sein, das Wohnumfeld an die besonderen Belange des Pflege- oder Betreuungsbedürftigen individuell anzupassen.
    Hierfür werden pro Maßnahme bis zu 4.000,00 Euro (bis zu 16.000,00 Euro bei mehreren Anspruchsberechtigten) zur Verfügung gestellt.

  • Budget für Betreuungsleistungen steigt um 4%

    Den Betreuungsbetrag erhalten Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (psychisch kranke, behinderte oder demenziell erkrankte Menschen). Es wird je nach Betreuungsbedarf ein Grundbetrag oder ein erhöhter Betrag gewährt.

    Ab dem 1. Januar 2015 werden zusätzliche Betreuungsleistungen um die Möglichkeit ergänzt, niedrigschwellige Entlastungsleistungen in Anspruch zu nehmen.

    Wer seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nicht voll ausschöpft, kann zudem ab 1. Januar 2015 den nicht für den Bezug von ambulanten Sachleistungen genutzten Betrag – maximal aber 40 Prozent des hierfür vorgesehenen Leistungsbetrages – für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote verwenden.

Weiterführende Informationen finden Sie auch auf der Internetpräsenz des Bundeministeriums für Gesundheit: http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegestaerkungsgesetze.html